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Schon lange möchte ich mit einer SMD-Pinzette auslöten. Nachdem ich kürzlich auch noch bei eBay überboten worden bin … (mußte das sein ?) … nun, „jetzt“ habe ich eine fernöstliche Pinzette, AOYUE T002. Die sollte nun an der ERSA SMT Unit 60A am zweiten Ausgang betrieben werden. Erste Beobachtungen zeigen kein dem Lötkolben ähnliches Regelverhalten. Na ja, dann schauen wir mal mit dem Oszi hin. Ja – und nach gar nicht langer Zeit zeigen mir Rauchwölkchen, daß auch Mr. Murphey da ist. Das vorläufige Ende vom Lied: das (linke) IC TFB2020 ist verstorben. Die Suche hier im Weltnetz war nicht sehr ergiebig. Letztlich habe ich bei GES Ersatz bestellt. Das Auslöten des 28 poligen SMD ICs ist mir mit 300° heißer Luft gelungen. Außerdem sind 0,39 Ohm Widerstände hochohmig geworden.Bild

Das Schaltbild beschreibt den linken Teil der Platine, also den Zweig, an dem der Lötkolben (Micro Tool 24V 20W) angeschlossen ist. Der rechte TFB2020 ist teilweise anders beschaltet. Die beiden Widerstände, die auf dem Bild gleich ins Auge stechen, sind die Messwiderstände des rechten Zweigs. Rechts sind da 2 Stück 0,39 Ohm parallel; der linke Zweig hat nur einen solchen Widerstand. Weil nur diese 0,33 Ohm Widerstände im Schachterl waren, und diese halt deutlich voluminöser, als die origninalen sind, habe ich sie auf der Lötseite angebracht.

Bild

Am linken TFB2020 sind folgende Pins nicht beschaltet: 3, 5, 6, 12, 15, 16, 17, 18, 19, 27.

An der unterschiedlichen Beschaltung beider ICs wird es wohl liegen, daß der Lötkolben ein Regelverhalten zeigt, das der rechte Schaltungszweig nicht aufweist. Damit sind wir wieder ganz oben, bei den ersten Beobachtungen, angelangt: die (rechts angeschlossene) Pinzette taket entweder (wodurch sie nur handwarm wird) oder sie ist 100% eingeschaltet. Also – nach ziemlich viel Arbeit – nicht wirklich viel gewonnen.

Am Pin25 wird der Strom gemessen. Der Effektivwert Pin25 gegen 0V darf zwischen etwa 250 und 600mV liegen. Unter 250mV taktet der Ausgang immer; über 600mV ist er immer eingeschaltet.
Gerne hätte ich einen Widerstand von Pin 22/23 , vergleichbar dem 130 Ohm an Pin 13/14 eingezeichnet. Aber – der ist nicht da!

in den Fachgrundnormen DIN EN 61000-6-1 und -2 oder in entsprechenden Produktnormen steht, an welchen (Kabel-) Schnittstellen Burstprüfungen durchgeführt werden müssen.
Der Prüfling muß den vorgegebenen Prüfspannungen mindestens so widerstehen, daß sich nach der Prüfung wieder ein normaler Betriebszustand einstellt. Während der Störeinkopplung „dürfen“ Fehlfunktionen auftreten.
Bei entwicklungsbegleitenden Prüfungen zeigt sich manchmal, daß der Prüfling selbst mit der kleinsten einstellbaren Burstamplitude nicht funktioniert. Man kann sich also nicht an die Problemschwelle herantasten; eine Fehleranalyse ist nicht immer möglich, weil die betroffene Baugruppe hoch integriert ist z.B. FPGAs enthält. Um sich dennoch der Fehlerursache nähern zu können, verringere ich das Störniveau unter die einstellbare Grenze, indem ich das abgebildete Kästchen einschleife.Koaxkästchen

Profibus Störungssuche

Der Profibus, basierend auf RS485, ist in vielen Industriegeräten – und Anlagen der Feldbus schlechthin. Die lila Kabel (Typ A) stechen gleich ins Auge. Es gibt 3 Varianten (DP, PA und FMS) wobei meist DP (dezentrale Peripherie) verwendet wird. Für die Störungssuche verwende ich das Diagnosegerät P-QT 10:

Profibus Diagnosegerät P-QT 10

Profibus Diagnosegerät P-QT 10, Bildquelle IVG Göhringer

An diesem Gerät gefällt mir besonders der potentialfreie Alarmkontakt, mit dem auf Fehler getriggert werden kann.
Ein weiteres Hilfsmittel ist eine mA-AC-Strommesszange. Ausgleichsströme auf dem Kabelschirm sind Fehlerursachen. Diese Gleichtaktströme koppeln auf die Datenleitungen und heben das Signal aus dem Empfänger-Gleichtaktarbeitsbereich. Dies tritt besonders bei Schaltvorgängen eindrucksvoll in Erscheinung. Common Mode Ströme bis etwa 10mA (bei 1kHz Messbandbreite) mögen tolerierbar sein; sie weisen auf einen unzureichenden Potentialausgleich.

Photovoltaik und Elektrosmog

Das wissen wir alle:

Die Sonne scheint auf die Module. Die wandeln einen Teil des Lichts in elektrische Energie, die als Gleichstrom in den Wechselrichter  fließt. Dieser wandelt den Gleich- in einen netzsynchronen Wechselstrom. Über einen zusätzlichen Zähler wird der Wechselstrom ins öffentliche Niederspannungsnetz eingespeist oder selbst verbraucht. Alle Anlagenteile sind geerdet, damit z.B. bei Isolationsfehlern keine gefährliche Berührungsspannung auftreten kann.

Das wissen nicht alle:

Durch Schaltvorgänge im Wechselrichter entstehen Rückwirkungen.

  • Gleichstromseite: sowohl über die Gleichstromleitungen, die Erdungsanschlußleitung, als auch über die PV-Module  werden elektrische und magnetische Wechselfelder abgegeben.
  • Wechselstromseite: durch die permanente Netzüberwachung, ich beziehe mich hier auf Wechselrichter mit ENS-Technologie, wird die Netzeinspeisung zyklisch unterbrochen, um die Netzimpedanz zu prüfen. Dabei entstehen Oberwellen, die dem bisher kaum beachteten Themenkreis „dirty Power“ zu zuordnen sind.

Mehr dazu finden Sie hier: http://www.emvvorort.de/pv

Markenrechte

Für mein Logo habe ich ein Markenrecht für 10 Jahre erworben. Rechtzeitig vor Ablauf dieser 10 Jahre (ja, EMVvorOrt gibt es schon seit 2000) schreibt mich nun eine Firma „Nationales Markenregister AG “ an, um mir die Verlängerung für weitere 10 Jahre anzubieten. Das Anschreiben sieht aus, wie ein (amtliches) Formular. Doch, wie Erwin Pelzig schon sagt: AUFGEMERKT ! Es handelt sich um eine Firma und nicht etwa um eine amtliche Stelle wie das Deutsche Marken und Patentamt. Im Impressum dieser Firma wird Belize (früher Britisch-Honduras) als Firmensitz angegeben. Und ob „Nationales Markenregister AG “ tatsächlich eine AG ist ? Das alles kann man noch interessant finden. Die Firma „Nationales Markenregister AG“ nimmt für die Verlängerung der Markenrechte etwa 1,5k€.  Beim DPMA kostet es die Häflte.

ein CDN für Ethernetkabel

CDN steht für coupling decoupling network, also Koppel-/entkoppelnetzwerk. CDNs werden benutzt um bei Störfestigkeitsprüfungen nach EN61000-4-6 die Hochfrequenz leitungsgebunden in den Prüfaufbau / Prüfling einzukoppeln. Für geschirmte Leitungen, wie z.B. Ethernet CAT 6 (und höher) wird über einen (zusätzlichen) 100 Ohm Widerstand auf den Schirm eingekoppelt.

Was ist Visualizer ?
Visualizer ist ein Darstellungsprogramm für Langzeitaufzeichnungen der Datenlogger: Merkel Mlog3D und Fauser FM10L . Dargestellt werden die Zeitreihen der Messdaten als Grafik. Zusätzlich werden statistische Werte wie Maximum, Mittelwert und 95. Perzentil berechnet.
Warum Visualizer ?
Zu den genannten Datenloggern gibt es jeweils Hersteller-Programme, die im Sinne der baubiologischen Nutzung gewisse Unzulänglichkeiten aufweisen. Visualizer umschifft diese Unzulänglichkeiten und bietet eine einheitliche Darstellung und Auswertung.
Das kostet doch nur wieder ! – Welche Vorteile bringt denn Visualizer ?

  • 95. Perzentilberechnung für beliebige Zeitabschnitte
    (das FM10L Programm berechnet das 95.Perzentil für den gesamten Aufnahmezeitraum; wird nur ein Teilbereich dargestellt, wird trotzdem (!) das 95.Perzentil der gesamten Aufzeichnung angezeigt)
  • richtige Zeitdarstellung, unabhängig von Sommer-/Winterzeit
    (das Mlog3D Programm zeigt einen falschen Aufnahmezeitraum an, wenn eine zur Winterzeit aufgezeichnete Messung während der Sommerzeit ausgewertet wird)
  • beliebige Achsenskalierung, um untereinander vergleichbare Grafiken zu erstellen
  • Export aller Statistikdaten – Sie müssen diese nicht mehr aus der Grafik abschreiben
  • Grafik in die Zwischenablage – damit fügen Sie die Grafik direkt in ihren Messbericht (Grafik abspeichern, und Grafik in den Messbericht importieren entfällt)

Warum unterstützt Visualizer nicht den Datenlogger xyz ?
Gerne erweitern wir Visualizer für weitere Datenlogger.  Schreiben Sie mir ihre Anforderungen !
Interessiert ?
Auf meiner Internetseite http://www.emvvorort.de finden Sie mehr zu Visualizer. Dort können Sie das Programm herunterladen. Auch das Handbuch finden Sie dort. Eine kostenlose Demo-Lizenz fordern Sie bitte bei info@syntevo.de an.

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